23.08.2023

Kickoff für das Forschungsprojekt UAV-SRGK

Innovative Methoden zur automatisierten Verarbeitung von ALS- und UAV-Daten zur Erstellung von Gefahrenkarten bei Starkregen.

Wissenschaftler und Starkregenexperten beim Projekt-Kickoff im Spekter-Büro in Herzogenaurach

Am 18. August trafen sich die Wissenschaftler und Starkregenexperten im Spekter-Büro in Herzogenaurach.

Die Spekter GmbH, die Technische Universität Dresden und das Fraunhofer IOSB-INA haben sich zusammengeschlossen, um effektive Lösungen gegen Starkregenbedrohungen zu entwickeln. Viele Kommunen erstellen aktuell hydraulische Simulationen und Starkregengefahrenkarten, die auf den Digitalen Geländemodellen (DGM) der deutschen Bundesländer basieren. Jedoch sind viele dieser DGM-Daten über 10 Jahre alt und berücksichtigen keine zwischenzeitlichen Veränderung der Topographie, Bebauung und Landnutzung.

Das Projekt zielt darauf ab, den bisher manuellen und zeitaufwändigen Aktualisierungsprozess der DGM zu automatisieren und deren Qualität deutlich zu steigern. Durch den Einsatz von Drohnen (UAV) entstehen hochauflösende digitale Geländemodelle. Modernste Technologien, einschließlich Künstlicher Intelligenz, Image Recognition und automatisierte Mesh-Algorithmen, optimieren den Prozess der hydraulischen Modellerstellung. Die automatisierte Analyse und Modellerstellung senkt dabei nicht nur die Kosten für die Bearbeitung, sondern ermöglicht auch die effiziente Erstellung präziser hydraulischer Simulationen. Diese Modelle und Simulationen dienen als Planungsbasis für Hochwasser- und Starkregenschutzmaßnahmen.

Die Umsetzung des ZIM-Projekts mit dem Titel "Innovative Methoden zur automatisierten Verarbeitung von ALS- und UAV-Daten zur Erstellung von Gefahrenkarten bei Starkregen" wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt.

Die Spekter GmbH, unter der Projektleitung von Florian Brodrecht, hat sich als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Erstellung von hydraulischen Simulationen und Starkregengefahrenkarten etabliert. Ihre Fachkompetenz erstreckt sich über die präzise Analyse und Modellierung von Wasserverläufen, insbesondere bei intensiven Starkregenereignissen. Durch ihre innovativen Ansätze in der hydraulischen Simulation tragen sie dazu bei, realistische Szenarien zu entwickeln und potenzielle Gefahrenbereiche zu identifizieren. Dies ermöglicht Städten und Kommunen eine fundierte Grundlage für effektive Schutz- und Präventionsmaßnahmen.

Die Technische Universität Dresden, vertreten durch Frau JProf. Eltner, bringt ihre Expertise in den Bereichen Geosensorsysteme sowie UAV-Photogrammetrie und Fernerkundung in das Projekt ein. Ihre profunde Kenntnis dieser Technologien ermöglicht es, hochauflösende Bilddaten aus der Luft zu gewinnen und präzise Geländemodelle zu erstellen. Diese Daten sind entscheidend für die qualitativ hochwertige Erstellung realistischer und aussagekräftiger Simulationen und die Identifizierung potenzieller Gefahrenzonen.

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB-INA), repräsentiert durch Dr. Flatt und Dr. Sprute, ist ein Vorreiter im Bereich der Bildverarbeitung und Bilderkennung. Die Expertise des Instituts erstreckt sich über die Entwicklung fortschrittlicher Algorithmen und Technologien zur Analyse von visuellen Informationen. Diese Fähigkeiten sind von entscheidender Bedeutung, um die aus den Laserscans und Drohnenaufnahmen gewonnenen Daten in aussagekräftige Modelle und Karten umzuwandeln. Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Bilderkennung ermöglicht es, komplexe Muster und relevante Informationen in den Datensätzen zu identifizieren.

In dieser wegweisenden Kooperation bündeln die Spekter GmbH, die Technische Universität Dresden und das Fraunhofer IOSB-INA ihre jeweiligen Fachgebiete, um automatisierte Verfahren zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten aufgrund von Drohnenbefliegungen zu entwickeln. Dieses multidisziplinäre Team nutzt seine kombinierte Expertise, um präzise, effiziente und kosteneffektive Lösungen für den Umgang mit Starkregenereignissen zu schaffen.